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Die Geschichte des Volksfests Weiden Seite 1 von 4 ... weiterlesen Im Jahre 1897 wurde das erste Volksfest in Weiden auf dem großen Platz hinter der Jahnturnhalle in der heutigen Schillerstraße abgehalten. Es hatte in Weiden auch schon vorher Volksbelustigungen und Festlichkeiten gegeben: Die Seiltänzerfamilie Knie hatte ihr hohes Seil vom Rathausturm zum Unteren Markt gespannt, woran heute noch ein altes Photo im Stadtarchiv erinnert, Zirkusse gastierten auf der damals großen Wiese bei der "Gastwirtschaft zur Sonne", wo auch Bierzelte aufgeschlagen waren, kleine Tierschauen und Tanzbären, Kamelen und Affen durchzogen jährlich die Stadt. Auf dem "Zimmeranger" an der Naabbrücke, wo sonst die Feuerwehr am "Steigerturm" übte, waren öfter Karusselle aufgestellt und im Juli 1897, so vermeildet das Amtsblatt, gastierten hier" Falk´s weltberühmte Menagerie mit 100 der seltensten Tiere und Staunen erregenden Dressuren", während im Saal des Gasthauses zur Eisenbahn in der heutigen Bahnhofstraße das "Bosco-Theater" sein Varieté präsentierte "mit dem preisgekrönten Japanesen Can-Fu als Jongleur" und der Glanznummer: Verschwinden eines lebenden Pferdes auf der Bühne. Ein richtiges Volksfest aber - nun das gab es eben erstmals 1897. Die Idee kam den Mitgliedern des Gewerbevereins anläßlich der Wanderversammlung bayerischer Landwirte im Mai 1897 in Weiden, die auch seine kgl. Hoheit Prinz Ludwig, der spätere bayerische König Ludwig III., besuchte. Dabei gab es ein Fest neben der Jahnturnhalle, verbundenmit der gewerblichen Ausstellung in der Turnhalle selbst. Der Gewerbeverein faßte daraufhin den Entschluß, den Weidener Bürgern dieses Fest künftig als Volksfest zu erhalten. Den vergnügungshungrigen Weidenern standen in den ersten Jahren zur Verfügung:",,,Caroussell, Schiffsschaukel, Berg- und Thalbahn, Hyppodrom, Märchen-, Bären-, Affentheater", Schieß- und Wurfbuden, ein Theater-Varieté mit "Kräften I. Ranges", das Bierzelt mit Hans Roschers Ochsenbraterei und der reichhaltige Glückshafen des Gewerbevereins. Dieser wurde 1899 erstmals veranstaltet und die Zeitung berichtete begeistert über die "große Anzahl der feinsten Gewinne", die zu erlosen waren, insgesamt 2500 Treffer, von Tee und Parfümerien bis hin zu Nähmaschinen und Teppichen. Außerdem wirkten die Gesang- und Sportvereine mit bei der Gestaltung des Festes. Der Platz an der Jahnturnhalle erwies sich aber bald als zu klein und daher kauften die Feuerschützen die sogenannten "Eglseewiesen" an der Vohenstraußer Straße, um sie als Festplatz zu nutzen. Diese Entscheidung sollte aber noch viele Probleme mit sich bringen, der Grund war sehr naß und im Jahr 1899 bitten viele Anzeigen in der Weidener Zeitung die Bürger, man möge doch Schutt auf den Wiesen abladen, um sie aufzufüllen.
Im selben Jahr erbauten die Feuerschützen ihr Schützenhaus mit Schießstand dennoch an dieser Stelle, die Einweihungsfeierlichkeiten fanden vom 7. bis 9. Oktober 1899 statt. 1900 wurde das Volks- und Schützenfest dort abgehalten, nunmehr gemeinsam organisiert von Gewerbeverein und Feuerschützengesellschaft. 1901 kehrte man nochmals zum Platz an der Jahnturnhalle zurück, aber ab 1902 verblieb man auf dem Platz am Schützenhaus. |